Das Konzept der Sächsischen Mozart-Gesellschaft mit Sitz in Chemnitz, in der Mozartpflege neue Wege zu gehen, ist voll aufgegangen. Die über 30 Konzerte und Aufführungen des 52. Deutschen Mozartfestes 2003 waren außerordentlich erfolgreich und bestens besucht. Stolze Zahlen können vorgewiesen werden: 12.400 Besucher insgesamt, das bedeutet eine Auslastung von durchschnittlich 85 Prozent.
Daß das diesjährige nationale Mozartfest ein solcher Erfolg war, hängt sicher mit der Ausgewogenheit und Vielseitigkeit der Programmkonzeption, der künstlerisch hochkarätigen Besetzung und natürlich nicht zuletzt dem großen Interesse und Musikverständnis des Publikums zusammen. Prominente Persönlichkeiten aus Politik, Gesellschaft sowie zahlreiche Mozartfreunde bzw. Mozartvereine aus ganz Deutschland und der Mozartstadt Salzburg gaben den Konzerten und Aufführungen die Ehre.
Vor allem die Konzerte in der Region und in räumlich kleineren Häusern waren vollständig ausverkauft, so z. B. im Schloß Waldenburg, wo sich das Programm des Axis-Duos um die Traversflöte, dem Flöteninstrument der Mozartzeit, drehte, beim Streichquartett- und beim Liederabend in der Villa Esche, bei der Aufführung der „Zauberflöte“ im Opernhaus Chemnitz oder auch bei der Opern-Inszenierung des André-Gymnasiums Ein weiterer Teil der Zauberflöte im Chemnitzer Schauspielhaus.
Wer rechtzeitig seine Karten für die Konzerte im Daetz-Zentrum Lichtenstein (Flötenmusik zwischen Mythen und Märchen) oder in den Sparkassen Döbeln und Marienberg reserviert hatte, konnte sich glücklich schätzen. Auch hier ging die Nachfrage deutlich über die vorhandenen Platz-Kapazitäten hinaus.
Gut besucht waren auch die Veranstaltungen in den großen Häusern wie der Stadthalle und der Kreuzkirche in Chemnitz, dem Gewandhaus zu Leipzig und der Porzellanmanufaktur Meißen. Besonders hervorzuheben, da vom Publikum ob der Qualität entsprechend gewürdigt, ist das gemeinsame Konzert von Joachim Kühn und Matthias Eisenberg am 17. Mai in der Stadthalle Chemnitz. Die Aufführung des von der Sächsischen Mozart-Gesellschaft an den Pianisten und Komponisten Joachim Kühn erteilten Kompositionsauftrags zur Entführung weit weg von Mozart endete mit lang anhaltendem Applaus für die Künstler und ihre überaus gelungene Umsetzung des Gedankens Jazz meets Classic – Classic meets Jazz.
Zum Publikumsliebling der Sinfoniekonzerte am 14. und 15. Mai in der Stadthalle Chemnitz wurde der Gast der Robert-Schumann-Philharmonie, der Geiger Gilles Apap. Der bis dahin als Geheimtip geltende Künstler wird künftig allein bei der Nennung seines Namens aufhorchen lassen und wegen seiner unkonventionellen, spielfreudigen und künstlerisch erstklassig ausgeprägten Interpretation sein begeistertes Publikum haben.
Nur ein kleiner Mißklang, hervorgerufen durch einen am letzten Wochenende unmusikalisch gestimmten Petrus, schlich sich doch noch ein, als am Samstag kühle Temperaturen und Regen das fröhliche Familien-Musikfest im Schloß und Barockgarten Lichtenwalde leider ein wenig trübten. Der Musizier- und Hörfreude von Groß und Klein, die das Fest fest in ihre Planung einbezogen hatten, tat das aber nur wenig Abbruch.
Ein Höhepunkt dieses 52. Deutschen Mozartfestes war am Sonntag, 11. Mai, in der Chemnitzer Kreuzkriche unmittelbar nach dem Konzert des Trio di Clarone die Verleihung des Mozartpreises 2003 der Sächsischen Mozart-Gesellschaft an dieses innovative und international erfolgreiche Klarinetten-Trio.
Die Klassikfreunde dürfen sich schon jetzt auf das 13. Sächsische Mozartfest in 2004 freuen. Darüber hinaus wird die Sächsische Mozart-Gesellschaft in den kommenden Monaten durch weitere Konzerte und Veranstaltungen auf Chemnitz und die Region aufmerksam machen.
Sächsische Mozart-Gesellschaft e.V.