55. Deutsches Mozartfest 2006 in Augsburg
12. bis 28. Mai 2006


Das 55. Deutsche Mozartfest fand in diesem Jahre wieder in der Mozartstadt Augsburg statt und wurde am 12. Mai 2006 mit einem Festkonzert im Goldenen Saal eröffnet, an gleicher Stätte, an dem am 27. Januar 2006 mit einem Festakt das Mozartjahr in Deutschland „eingeläutet“ wurde.

In seinem Grußwort unterstrich der Präsident der Internationalen Stiftung Mozarteum aus Salzburg, Dr. Friedrich Gehmacher, die Bedeutung der Mozartstadt Augsburg und erinnerte an den Sitz der Editionsleitung der Neuen Mozart-Ausgabe in Augsburg, ein Jahrhundertwerk, und die unvergessenen großen Mozartforscher Ernst Fritz Schmid, 1. Präsident der DMG, und Wolfgang Plath. „Die Stadt Augsburg als Geburtsstadt von Vater Leopold war für die Familie Mozart stets ein wichtiger Bezugspunkt, sei es als Verlagsort für Leopold Mozarts Violinschule, sei es als willkommener Aufenthaltsort auf den Reisen der Mozarts in den Westen Europas.“

Der Präsident der DMG, Dr. Dirk Hewig, hob in seinem Grußwort hervor, dass das 55. Deutsche Mozartfest erstmals gemeinsam mit dem Internationalen Leopold Mozart Violinwettbewerb stattfindet. Nach einem gemeinsamen Beschluss mit dem Oberbürgermeister der Stadt Augsburg wird in Zukunft alle 3 Jahre das Deutsche Mozartfest in Augsburg in Verbindung mit diesem bedeutenden Wettbewerb stattfinden.

Im Eröffnungskonzert des „Tafelmusik Orchestra Toronto“ unter der Leitung von Bruno Weil wurde eine begeisternde Interpretation der beiden Sinfonien A-Dur KV 201 und g-Moll KV 183 geboten als Rahmen für die Wiedergabe des G-Dur-Violinkonzertes KV 216 durch die Geigerin Elisabeth Wallfisch.

Im weiteren Verlauf des Deutschen Mozartfestes startete am 17. Mai 2006 der Internationale Violin-Wettbewerb Leopold Mozart mit einem Festakt bei dem der weltberühmte Pianist Alfred Brendel in seiner Festrede „Gedanken zu Mozart“ formulierte. Er wies besonders auf die Moll-Werke Mozarts hin, die „dem Pianisten besonders nahe stehen, denn die überwiegende Zahl seiner instrumentalen Moll-Kompositionen hat Mozart dem Klavier – also sich selbst – in Solowerken, Konzerten oder Kammermusik anvertraut.“

Am 21. Mai 2006 hielt unser ehemaliger Bundesfinanzminister Dr. Theo Waigel einen bemerkenswerten Vortrag „Mozart und das Geld“ mit vielen selbst bei „eingefleischten“ Mozartanhängern nicht bekannten Details. Ein großer Vortrag aus kompetentem Mund.

Dr. Hansjörg Franzius



 

 

 


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