Tätigkeitsbericht
des Präsidenten der Deutschen Mozart-Gesellschaft e.V. zur Beiratssitzung CHEMNITZ am 10. Mai 2008


Nach 2 Jahren Amtszeit ergibt sich der Befund, dass die Deutsche Mozart-Gesell-schaft hinsichtlich ihres musikwissenschaftlichen Profils auch auf internationaler Ebene eine anerkannte Institution ist. Dank des außerordentlichen ehrenamtlichen Engagements unseres Präsidiumsmitglieds Prof. Dr. Laurenz Lütteken von der Universität Zürich zählt unser Verbandsorgan, die ACTA MOZARTIANA, zu den anerkanntesten musikwissenschaftlichen Periodicals in deutscher Sprache. Darüber hinaus haben wir in unserem Beirat mit Herrn Prof. Dr. Ulrich Konrad von der Universität Würzburg einen nicht minder international anerkannten, hochrangigen Mozartexperten, der über seine eigene Forschungstätigkeit hinaus geduldig zahlreiche Anfragen beantwortet, die kontinuierlich an unsere Geschäftsstelle herangetragen werden.

Diese Profilschärfe, wie wir sie im musikwissenschaftlichen Sektor haben, gilt es, auch auf unseren anderen Arbeitsgebieten zu entwickeln:
  • das kulturpolitische Profil
  • das künstlerische Profil
  • das musikpädagogische Profil
Verbandsintern ist mir an eine Intensivierung der Kommunikation sowohl zwischen der Deutschen Mozart-Gesellschaft und den Verbandsmitgliedern vor Ort als auch zu de anderen nationalen Mozartgesellschaften wie auch der Internationalen Mozart-Gesellschaft in Salzburg gelegen.

Kulturpolitisches Profil
Die Deutsche Mozart-Gesellschaft ist eine nationale Kulturorganisation. Nichtsdesto-weniger ist sie als solche auf Bundesebene noch nicht im erforderlichen Maße bekannt. Um dem entgegen zu wirken, führten wir Korrespondenz mit Bundes-außenminister Frank-Walter Steinmeier und der stellvertretenden Vorsitzenden des Ausschusses für Tourismus Brunhilde Irber, um auf dieser politischen Ebene die Deutsche Mozart-Gesellschaft auch als institutionelles Instrument für die auswärtige Kulturpolitik ins Gespräch zu bringen. Die Reaktionen waren in beiden Fällen erfreulich. Bundesaußenminister Steinmeier möchte bei der Zusammenstellung kulturpolitischer Delegationen für die Auslandsarbeit der Bundesregierung die Deutsche Mozart-Gesellschaft künftig berücksichtigen. Brunhilde Irber hat sowohl ihren Ausschuss als auch den Unterausschuss für Kultur- und Bildungspolitik (Monika Griefahn) eingeschaltet, als ich um Unterstützung für unsere Kollegen von der Mozartgemeinde in Prag gebeten habe, denen noch immer der angestammte Dienstsitz – die Villa Bertramka – vom tschechischen Staat vorenthalten wird, obwohl das höchste Verwaltungsgericht Tschechiens der Mozartgemeinde diese Immobilie zugesprochen hat. In dieser Angelegenheit kann unseren Kollegen in Tschechien nur politisch geholfen werden.

Die administrative Zuständigkeit für die nationalen Kulturorganisationen liegt beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Bundeskanzleramt; Musikreferent ist Herr Begri, mit dem wir im Dezember 2006 ein ausführliches Gespräch führten. Hierbei kam es u.a. zu folgenden Ergebnissen:
  1. Eine institutionelle Förderung der Deutschen Mozart-Gesellschaft kommt aufgrund der desolaten öffentlichen Haushaltslage in absehbarer Zeit nicht in Betracht.

  2. Die Beteiligung des BKM an ausgewählten Einzelprojekten ist denkbar. Voraussetzung hierfür ist: - hohe Qualität – außergewöhnliche, nationale Bedeutung – finanzielle Beteiligung durch mindestens ein weiteres Bundesland – kein jugendpädagogisches Projekt (hierfür ist das Bundesministerium für Jugend, Familien und Frauen zuständig) – kein Publikationsprojekt – keine Orchester- bzw. Ensembleförderung .

  3. In Betracht kommt die Förderung des für 2008 ins Auge gefassten Deutschen Mozartfestes als länderübergreifendes Projekt.

  4. Projekte zur Popularisierung von klassischer Musik, die beispielsweise zwischen der Deutschen Mozart-Gesellschaft und der Pop-Musik-Akademie Mannheim 2007 durchgeführt werden, sind aus Sicht von Herrn Begri prinzipiell förderungswürdig.
Aufgrund dieses Gespräches beantragten wir für die Vorbereitung und Durchführung des Deutschen Mozartfestes 2008 (auf das ich an anderer Stelle noch näher eingehen werde), einen Bundeszuschuss, der vor kurzem mit der nicht nachvollziehbaren Begründung abgelehnt worden ist, der Bund würde – wenn überhaupt – nur subsidier fördern. Wir haben protestiert, weil wir eben genau subsidiäre Fördermittel beantragt haben; eine Antwort steht noch aus. Nichtsdestoweniger zeichnet sich die Tendenz ab, dass der Bund offensichtlich nicht bereit ist, für die Deutsche Mozart-Gesellschaft als nationale Kulturorganisation etwas zu tun. Dies können wir unmöglich im Raum stehen lassen. Hier aber sind Sie alle gefordert: Nehmen Sie Kontakt auf mit Ihrem örtlichen Bundestagsabgeordneten, erläutern Sie ihm die satzungsgemäßen Ziele der Deutschen Mozart-Gesellschaft und unsere kultur- und gesellschaftspolitische Bedeutung und sensibilisieren Sie den Abgeordneten für die Verantwortung auch des Bundes für diesen Zusammenhang. Wenn der Bund den Anspruch erhebt, Kulturarbeit der Länder mitgestalten zu wollen, dann muss er auch finanzielle Ressourcen für diese Kulturarbeit vor Ort bereitstellen. In diesem Zusammenhang führte ich vor kurzem ein ausführliches Gespräch mit dem ehemaligen Bundesfinanzminister Dr. Theo Waigel, nicht zuletzt angesichts dessen bestehender persönlicher Kontakte zum Bundespräsidenten Prof. Dr. Horst Köhler. Die Idee war, über einen vom Bundespräsidenten gestifteten und der Deutschen Mozart-Gesellschaft durchgeführten Deutschen Mozart-Preis einen fest kalkulierbaren Sockelbetrag für Projekt- und institutionelle Ausgaben realisieren zu können. Nach Aussage von Dr. Waigel muss auch ein solches Vorhaben über das Staatsministerium für Kultur und Medien im Bundeskanzleramt beantragt werden. Da der zuständige Musikreferent Begri bislang eine Förderung der Projekte und Maßnahmen der Deutschen Mozart-Gesellschaft abgelehnt hat (siehe oben), empfahl Dr. Waigel die Kontaktaufnahme zu dessen Amtschefin, die seit einigen Monaten amtiert und ihm persönlich bekannt ist. Er erklärte sich bereit, die erneute Kontaktaufnahme zum zuständigen Staatsministerium, die wir in den nächsten Wochen betreiben werden, persönlich zu flankieren. Ermöglicht wurde der Kontakt zu Dr. Waigel durch den Vizepräsidenten der Deutschen Mozart-Gesellschaft, Professor Julius Berger.

Sitz der Deutschen Mozart-Gesellschaft ist bekanntermaßen Augsburg. Insoweit galt es, Gespräche mit dem Kulturreferenten des Landkreises Augsburg, der Kulturreferentin der Stadt Augsburg, dem Kulturamtsleiter der Stadt Augsburg wie auch dem Oberbürgermeister von Augsburg Dr. Paul Wengert zu führen. Ich verhehle Ihnen meine Besorgnis nicht darüber, dass die bescheidene institutionelle Zuwendung der Stadt Augsburg von jährlich € 9.500,-- in meiner kurzen Amtszeit schon zweimal in Frage gestellt worden ist und nur durch massive politische Intervention gesichert werden konnte. Wir müssen diese Entwicklung sorgfältig im Auge behalten und uns zu gegebener Zeit ernsthaft mit der Frage auseinander setzen, ob die Deutsche Mozart-Gesellschaft eine angemessene politische Heimat hat.

Künstlerisches Profil
Die Schärfung des künstlerischen Profils der Deutschen Mozart-Gesellschaft hängt mit der politischen Arbeit eng zusammen. Ohne eine angemessene finanzielle Ausstattung ist es schwierig, qualitativ hochstehende künstlerische Leistungen zu erbringen bzw. zu ermöglichen. Dies betrifft vorrangig die Deutschen Mozartfeste. Die Deutschen Mozartfeste stehen heute in Konkurrenz zu internationalen Musikfestivals. Mittlerweile werden insbesondere auch seitens des Publikums Qualitätsstandards auf allen Gebieten des Festivalmanagements, also des Programms, der Künstlerauswahl, das Marketing, der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit etc. gesetzt, die mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln nur sehr bedingt realisiert werden können. Um so wichtiger ist es, dass die jeweils mit der örtlichen Durchführung betrauten Mozartgemeinden rechtzeitig die erforderlichen Finanzie-rungsanträge stellen und auch jene Möglichkeiten vor Ort ausschöpfen, wie sie beispielsweise dieses Jahr in Mannheim hinsichtlich des Stadtjubiläums gegeben gewesen wären. Für das Jahr 2008 haben wir erstmals ein länderübergreifendes Deutsches Mozartfest durch den Verbund der Mozartgemeinden Bamberg, Bayreuth, Chemnitz und Nürnberg vorgesehen, hinzukommen weitere Veranstaltun-gen in Dresden, Leipzig und Hof. Durch die Kombination und Koordination der Beiträge konnte ein vielfältiges Programm erarbeitet und zusammengestellt werden. Nichtsdestoweniger wäre es mehr als erfreulich, wenn es uns durch zusätzliche Fördermittel möglich wäre, über das Kombinieren und Koordinieren von den jeweiligen örtlichen Beiträgen hinaus eigene übergreifende Programmprofile, beispielsweise in Form von einem Dirigentenwettbewerb mit Verleihung eines Mozart-Interpretenpreises ermöglichen zu können.

Das Deutsche Mozartfest 2008, welches erstmals länderübergreifend in 2 deutschen Bundesländern stattfindet und dank der nachhaltigen Initiativen des Vizepräsidenten Franz Streuber und unseres Präsidiumsmitglieds Professor Michael Wessel zustande gekommen ist, trägt maßgeblich zu einer Schärfung dieses Profils bei. Hervorgehoben sei in diesem Zusammenhang die Veranstaltung auf dem Reichs-parteitagsgelände in Nürnberg mit Professor Dr. Ulrich Konrad und dem Prager Streichquartett zum Thema „Die Mozart-Pflege im dritten Reich“, bei dem zugleich dem Motto des Deutschen Mozartfestes „Klassik und Moderne“ Mozart präsentiert wird, wie er zur Zeit eines der furchtbarsten Kapitels in der Geschichte des 20. Jahrhunderts missbraucht wurde und mit seinem Schaffen in Beziehung gesetzt zu einem 1938, also dem Baujahr des Reichsparteitagsgebäudes, entstandenen Streichquartetts von Pavel Haas, zugleich dessen letzten Werk vor der Deportation nach Theresienstadt, welcher 1943 die Vergasung in Auschwitz folgte.

Zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses war es im Berichtszeitraum möglich, aus Mitteln des Karl-Graf-Spreti-Sonderfonds der Bayerischen Volksstiftung Sonderpreise bei den Wettbewerben Jugend musiziert und beim ARD-Musikwettbewerb auszureichen. Auch für das Jahr 2007 haben wir wieder Förderanträge gestellt. Allerdings hat ungeachtet der Bemühungen des sehr entgegenkommenden Stiftungs-Geschäftsführers Florian Timm der Vorsitzende der Stiftung, Florian Besold, der Deutschen Mozart-Gesellschaft bis November weder eine Zu- noch eine Absage mitgeteilt.

Pädagogisches Profil
Der Musikvermittlung ist in den zurückliegenden Jahren wachsende Bedeutung zugekommen. Dies betrifft die musikbezogene Erwachsenenbildung gleichermaßen wie die Musikpädagogik und Musikförderung für Kinder und Jugendliche. Die Deutsche Mozart-Gesellschaft hat daher zum wiederholten Male die Schirmherrschaft für das Projekt „Little Amadeus“ der Hamburger Agentur gateway for music übernommen, und ich habe in diesem Zusammenhang verschiedene Fachgespräche mit der zuständigen Sachbearbeiterin in Hamburg geführt. Unser Beiratsmitglied Ute Wedig ist sehr aktiv hinsichtlich der Mozartprojektarbeit mit Kindern und Jugendlichen vor Ort in Augsburg, und ich möchte ihr an dieser Stelle sehr herzlich für ihr starkes Engagement danken. Ein wichtiges Anliegen ist mir die Mozart-Musizierwoche, und zwar nicht nur hinsichtlich der Stabilisierung und Absicherung der bereits etablierten Veranstaltung in Bayern, sondern auch hinsichtlich deren Ausweitung auf andere Bundesländern.

Wie ich eingangs schon betont habe, sind wir eine nationale Kulturorganisation und haben infolgedessen auch bundesweit uns zu positionieren. Hierfür ist die Mozart-Musizierwoche ein exzellentes Instrument für das Zusammenführen der Genera-tionen im Zeichen des aktiven Musizierens und in der Zusammenarbeit von ambitionierten Laienmusikern und Profis. Bereits wenige Wochen nach meinem Amtsantritt habe ich daher Gespräche in Norddeutschland geführt, um eine Mozart-Musizierwoche NORD in die Wege zu leiten. Leider war dies im Jahr 2007 aus finanziellen Gründen – damit sind wir wieder bei der Kulturpolitik – nicht möglich. Wir sind jedoch vorsichtig optimistisch, im Herbst 2008 eine Mozart-Musizierwoche in Niedersachsen anbieten zu können, nachdem mir in einem persönlichen Gespräch der niedersächsische Minister für Kunst und Kultur, Lutz Stratmann, die erforderlichen Mittel in Aussicht gestellt hat. Darüber hinaus sind mein Vize-Präsident Franz Streuber und ich im Gespräch, eine Mozart-Musizierwoche OST zu entwickeln. Es wäre mein Wunsch, auf jeden Fall noch einen 4. Standort im Raum Köln zu etablieren. 2008 findet die Mozartwoche SÜD im Kloster Baumburg statt.

Verbandspolitik
Der unmittelbare Austausch mit den jeweiligen Mozartgemeinden ist mir ein persönliches Anliegen. Über schriftliche und telefonische Kommunikation hinaus habe ich persönliche Gespräche mit den Mozartgemeinden Augsburg, Bamberg, Bayreuth, Berlin, Chemnitz (zur Eröffnung des Sächsischen Mozartfestes), Hamburg, Mannheim, Nürnberg, Regensburg und Schwetzingen geführt. Ferner trat der Präsident in den Dialog mit dem Kölner Kirchenmusiker und Musikpädagogen Gregor Sauer, welcher die Gründung einer Mozart-Gesellschaft in Köln beabsichtigt. Diese neu zugründende Mozart-Gesellschaft wird auf eine Kooperation mit Düsseldorf und Bonn ausgerichtet sein und programmatisches Profil im Zusammenhang mit dem Rheinischen Musikfest Düsseldorf (Schumann) und dem Beethoven-Fest in Bonn bilden und außerdem den Bezug zwischen Mozart und der Moderne durch einen Stockhausen-Schwerpunkt setzen.

Darüber hinaus ergab sich ein Kontaktgespräch mit Herrn Feneberg von der Mozartgesellschaft München. Ein wesentlicher verbandspolitischer Aspekt ist auch die Akquise zusätzlicher Finanzmittel, um die satzungsgemäßen Aufgaben und Ziele durchzuführen. Obwohl die kommunalen Haushaltsverhandlungen für das Haushaltsjahr 2007 und damit das Jahr des diesjährigen Deutschen Mozartfestes in Mannheim nach meinem Amtsantritt bereits abgeschlossen waren, führte ein Gespräch mit dem damaligen Kultur- und heutigen Oberbürgermeister Dr. Kurz zu einer Sonderzuwendung der Stadt Mannheim, die es uns ermöglicht hat, neben verschiedenen Kommunikationsmaßnahmen zugunsten des Mozartfestes den Programm „Amadeus rockt“ in Zusammenarbeit mit der POP-Akademie Mannheim unter der Leitung von Prof. Udo Dahmen ins Programm zu nehmen. Darüber hinaus fanden ausführliche Gespräche mit Dr. Leonhard Scheuch vom Bärenreiter-Verlag Kassel wie auch dem Direktor des ACHAT-Hotels Salzburg, Jan Nowak, als potentiellen Sponsoren für unsere Arbeit statt. Dr. Scheuch ist an der Entwicklung eines nachhaltigen Sponsorenkonzeptes interessiert; Direktor Nowak erwägt Sachleistungssponsoring in den ACHAT-Hotels in Deutschland sowie in Salzburg bezüglich unseres Förderprojektes „Amadeus Tafelrunde“, die grundsätzlich auf einem wesentlich höheren Niveau durchgeführt werden muss, als dies 2006 noch in Augsburg der Fall war.

Ein 3. verbandspolitischer Aspekt betrifft das Verhältnis zur Internationalen Mozart-Gesellschaft in Salzburg, mit deren neuen Präsidenten, Dr. Johannes Honsig-Erlenburg, ich verschiedene Gespräche führte. Kollege Honsig-Erlenburg und ich stimmen darüber überein, dass derzeitige Satzung die Beziehungen zwischen den Mozartinstitutionen auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene nicht einheitlich und in der erforderlichen Präzision zu regeln vermag. Ein Mozartfreund z.B. hier aus der Region Mannheim kann nach den derzeit gültigen Regularien Mitglied in der für ihn nächstgelegenen Mozartgemeinde Mannheim werden. Er kann aber auch die Direktmitgliedschaft in der Deutschen Mozart-Gesellschaft und/oder der Internationalen Mozart-Gesellschaft Salzburg beantragen. Wir haben diese Fragestellung schon im Präsidium der Deutschen Mozart-Gesellschaft diskutiert und sind einmütig zu dem Ergebnis gekommen, dass es sinnvoll wäre, zu einer pyramidenartigen Struktur zu gelangen, wie sie bei vergleichbaren Organisationen wie z.B. dem Deutschen Musikrat besteht und sich auch als nützlich erwiesen hat. Für uns würde dies bedeuten, dass der einzelne Mozartfreund Einzelmitglied in der für ihn nächstgelegenen und damit zuständigen örtlichen Mozartgemeinde wird. Diese wiederum haben die Mitgliedschaft in der Deutschen Mozart-Gesellschaft. Aufgrund dieser Pyramidenstruktur wäre jedes Einzelmitglied zugleich geborenes Mitglied in der Deutschen Mozart-Gesellschaft und in der Internationalen Mozart-Gesellschaft, sofern die regionalen Mozartgemeinden die Mitgliedschaft in der Deutschen Mozart-Gesellschaft erworben haben. Dieser Abstimmungsprozess zwischen den Satzungen der Internationalen und Deutschen Mozart-Gesellschaft bzw. den regionalen Mozartgemeinden wird uns noch einige Zeit beschäftigen.

Öffentlichkeitsarbeit
Über öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen wie die Beteiligung bei Little Amadeus hinaus gab es im bayerischen Fernsehen zur Primetime am Freitag-Abend um 20.15 Uhr eine einstündige Sendung mit dem Präsidenten auf dem Sendeplatz des Alpha-Forums. Zu einer erfreulichen Popularisierung der Deutschen Mozart-Gesellschaft trug der Auftritt des Präsidenten in der Fernsehsendung „Royal Dinner“ im Privatsender TV gusto bei; im Rahmen dieser Sendung werden prominente Persönlichkeiten in der Regel aus den Kreisen der Hocharistokratie („Royal“) wie beispielsweise Franz Friedrich Prinz von Preußen oder aus dem Hause Winsor vorgestellt, die gemeinsam mit einem Spitzenkoch ein Menü kreieren und aus ihrer Arbeit bereichten. Die Sendung wird am 19. Juni um 20.15 Uhr ausgestrahlt. Im Vorfeld der Eröffnung des Deutschen Mozartfestes 2008 erschien überdies in der Neuen Musikzeitung ein mehrspaltiges Interview mit Dr. Riedlbauer.


Chemnitz, den 06. Mai 2008


Dr. Jörg Riedlbauer
Präsident